Bedürfnispyramide nach Maslow: Beispiele und Anwendung

gepostet am 6. April 2021
aktualisiert am 17. Juni 2024

Abraham Maslow (1908-1970), Gründervater der humanistischen Psychologie, hat aus seinem positiven Menschenbild heraus ein Stufenmodell für menschliche Bedürfnisse entwickelt. Die Bedürfnispyramide oder Maslow-Pyramide ist die am häufigsten zitierte Motivationstheorie im Management, obwohl sie empirisch nicht belegt ist. In diesem Fritz Tipp bekommst du konkrete Beispiele und Anwendungsmöglichkeiten.

Inhalt

Bedürfnispyramide nach Maslow

Die Maslowsche Bedürfnispyramide ist das bekannteste Modell zur Einteilung menschlicher Bedürfnisse. Maslow bezeichnet die Bedürfnisse der Stufe 1-4 als Defizitbedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit Zufriedenheit entsteht. Bei Stufe 5 spricht er von Wachstumsbedürfnissen, die zu Glück führen. Die alten Griechen würden von Eudaimonia sprechen, einer gelungenen Lebensführung.

Bedürfnispyramide nach Maslow
Bedürfnispyramide nach Maslow. Quelle: Fritz Führungskreise nach Maslow.

Maslows Theorie geht davon aus, dass die Grundbedürfnisse einer tieferen Stufe (z.B. Stufe 1 – Physiologische Bedürfnisse) erst weitgehend befriedigt sein müssen, bevor die Befriedigung der höheren Bedürfnisse (z.B. Stufe 2 – Sicherheitsbedürfnisse) angestrebt wird. Genau an dieser Stelle entzündet sich der zentrale Kritikpunkt an Maslows Modell. Deshalb schauen wir uns die Bedürfnisse der Stufe 1-5 im nächsten Kapitel genauer an.

Was sind Bedürfnisse?

Bedürfnisse Definition

Ein Bedürfnis ist ein mit dem Er­leben von Mangel ver­bunde­ner in­tra­psychischer Spannungs­zu­stand, der ü­ber das Stre­ben nach Be­seitigung des Mangels zu Entspannung führt (Bedürf­nis­be­friedigung).

Quelle: In Anlehnung an Pschyrembel 2021

Einfacher gesagt, ein menschliches Bedürfnis ist ein gefühlter Mangel, der befriedigt werden möchte. Unerfüllte Bedürfnisse drücken sich als Probleme aus, manchmal auch als Wünsche. Deshalb unterscheidet Uebernickel beim Design Thinking zwischen Problemen (problem-fields) und Wünschen (opportunity-fields).

Comelli und Rosenstiel zeigen die Intensität eines Bedürfnisses im Spannungsbogen zwischen Mangelzustand und Befriedigung. Sowie den Einfluss eines Anreizes auf dieses Bedürfnis. Ein konkretes Beispiel hierfür ist der Anreiz eines kalten Biers, der ein Bedürfnis wie Durst oder Geselligkeit aufladen und schneller aktivieren kann.

Intensität eines Bedürfnisses nach Comelli und Rosenstiel. Quelle: Fritz Führungskreise nach Comelli und Rosenstiel.
Intensität eines Bedürfnisses nach Comelli und Rosenstiel. Quelle: Comelli und Rosenstiel.

In Abgrenzung dazu stellt Bedarf das konkrete Verlangen nach bestimmten Gütern zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse dar. Zur genauen Unterscheidung empfehle ich den Fritz Tipp Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage. Beispiele für die Grundbedürfnisse des Menschen von Stufe 1-5 der Maslow Pyramide bekommst du in den nächsten fünf Unterkapiteln.

Josef Wild

„Am Führungskreis Produktion schätze ich vor allem, dass wir in kleiner Runde auch heikle Themen aus unserem geschäftlichen Alltag sehr offen, ungezwungen und äusserst praxisbezogen diskutieren können. Sehr interessant sind für mich jeweils die Betriebsrundgänge, wo ich immer wieder neue Eindrücke, Impulse und Verbesserungspotenziale für die eigene Firma gewinne. “

Josef Wild
Leiter Fabrikation Schweiz
Bühler AG

Stufe 1: Physiologische Bedürfnisse

Physiologische Bedürfnisse sind nach Abraham Maslow die grundlegendsten und mächtigsten Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse musst du unbedingt befriedigen, sonst kannst du nicht weiterleben. Deshalb wird auf der unterersten Stufe der Maslow Pyramide auch von lebensnotwendigen oder existenziellen Bedürfnissen gesprochen. Beispiele für physiologische Bedürfnisse sind Atmung, Wasser, Sauerstoff, Nahrung, Essen, Trinken, Schlafen, Wärme, Sexualität.

Beispiel physiologische Bedürfnisse. Quelle: Sander Dalhuisen.
Beispiel physiologische Bedürfnisse. Quelle: Sander Dalhuisen.

Die Bedürfnishierarchie nach Maslow kann auf Situationen im Unternehmen übertragen werden und positive Auswirkungen auf Mitarbeiter haben. Im betrieblichen Umfeld können entsprechende Anreize zur Befriedigung physiologischer Bedürfnisse wie folgt aussehen: Kantine, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, gut temperierte, staub- und lärmfreie Arbeitsräume, Ruhe-, Sport- und Gymnastikmöglichkeiten.

Stufe 2: Sicherheitsbedürfnisse

Wenn die physiologischen Bedürfnisse konstant befriedigt sind, verlieren sie an Bedeutung. Sicherheitsbedürfnisse treten in der Maslow Pyramide an ihre Stelle. Beispiele für Sicherheitsbedürfnisse sind Stabilität, Geborgenheit, Schutz, Angstfreiheit, Struktur, Ordnung, Gesetze und Grenzen.

In der Gesellschaft seiner Zeit sah Abraham Maslow die Sicherheitsbedürfnisse als weitgehend erfüllt an. Dennoch ist für Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Sicherheit die Suche nach einem Beschützer von großer Bedeutung. Trump, Orban, Erdoğan & Co versprechen Sicherheit in einer sich wandelnden Welt.

Maslowsche Bedürfnispyramide Beispiel Sicherheitsbedürfnisse. Quelle: Max Fleischmann.
Maslowsche Bedürfnispyramide Beispiel Sicherheitsbedürfnisse. Quelle: Max Fleischmann.

Auch ein entsprechend gestaltetes betriebliches Umfeld kann dazu führen, dass Mitarbeiter sich wohler fühlen. Um Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen, kann ein Unternehmen Anreize setzen: Unfallprävention am Arbeitsplatz, langfristige Arbeitsverträge, Information an alle Mitarbeiter, Krankheitsversicherung, Unfallversicherung, ökonomisch gesunder Betrieb, aber auch psychologische Sicherheit.

Stufe 3: Soziale Bedürfnisse

Wenn sowohl physiologische Bedürfnisse als auch Sicherheitsbedürfnisse konstant befriedigt sind, verlieren sie an Bedeutung. Soziale Bedürfnisse treten in Maslows Bedürfnispyramide an ihre Stelle und bestimmen unsere Erfüllungsstrategien. Beispiele für soziale Bedürfnisse sind Liebe, Zuneigung, Zugehörigkeit, Austausch, Partnerschaft, Freunde.

Maslow - Beispiel Soziale Bedürfnisse. Quelle: Jessica Rockowitz.
Maslow – Beispiel Soziale Bedürfnisse. Quelle: Jessica Rockowitz.

Auf Ebene der sozialen Bedürfnisse bieten sich aus betrieblicher Perspektive unterschiedliche Anreize an: Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Betriebsausflüge, Teeküchen, Gruppenräume, Seminare, Teamarbeit, Qualitätszirkel und gutes Betriebsklima.

Stufe 4: Individualbedürfnisse

Wenn soziale Bedürfnisse ausreichend befriedigt sind, spielen Individualbedürfnisse eine zunehmend wichtige Rolle. Das letzte Defizitbedürfnis in der Pyramide nach Maslow. Beispiele für Individualbedürfnisse sind Achtung, Anerkennung, Status, Macht, Selbstachtung.

Hinsichtlich Individualbedürfnissen unterscheidet Abraham Maslow zwischen dem Bedürfnis nach körperlicher und mentaler Stärke sowie dem Wunsch nach Ansehen, Prestige und Wertschätzung in der Gruppe.

Maslow Pyramide - Beispiel Individualbedürfnisse. Quelle: Fauzan Saari.
Maslow Pyramide – Beispiel Individualbedürfnisse. Quelle: Fauzan Saari.

Das Anerkennen von Individualbedürfnissen im Unternehmen trägt dazu bei, dass Mitarbeiter motiviert arbeiten. Unternehmen können bei der Befriedigung von Individualbedürfnissen folgende Beispiele in Betracht ziehen: Anerkennung durch Vorgesetzte, Titel, Statussymbole, Privilegien, Besuch von Tagungen oder Kongressen und Auszeichnungen (Mitarbeiter des Monats).

Stufe 5: Selbstverwirklichung

Auf Stufe 5 der Maslowschen Bedürfnispyramide geht es um Selbstverwirklichung und den Wunsch, das eigene Potenzial auszuschöpfen. Heute würden wir wohl von Persönlichkeitsentwicklung sprechen, einem Wachstumsbedürfnis. Beispiele für Selbstverwirklichung sind Altruismus, Individualität, Gerechtigkeit, Güte, Talententfaltung.

Maslow Bedürfnispyramide - Beispiel Selbstverwirklichung. Quelle: Clay Banks
Maslow Bedürfnispyramide – Beispiel Selbstverwirklichung. Quelle: Clay Banks

Maslow schätzte den Anteil der Weltbevölkerung, die diese Stufe erreichen, zu seiner Zeit auf etwa 2%. Auf Stufe 5 von Abraham Maslows Pyramide wird es mit den Anreizen seitens der Organisation natürlich nicht einfacher. Wie die Diskussion rund um New Work eindrucksvoll zeigt.

Beispiele, die Selbstverwirklichung unterstützen: Selbstständigkeit bei der Arbeit, Möglichkeit Verbesserungsvorschläge einzubringen, Freiraum durch kooperativen Führungsstil, Dezentralisierung, Teamisierung, Training on the job und eigene Arbeitsplatzgestaltung.

Herbert Windhager

„Bei den Treffen im Führungskreis Einkauf schätze ich besonders die Kollegiale Beratung. Wenn sich mehrere Einkaufsleiter den Kopf über ein Thema zerbrechen bzw. ihre Erfahrungen einbringen, treten immer wieder überraschende und oft auch überraschend einfache Lösungsansätze zu Tage. “

Herbert Windhager
Leiter Einkauf
SOLA-Messwerkzeuge GmbH

Bedürfnishierarchie oder Stufenmodell?

Die Darstellung der Maslow Pyramide geht vermutlich auf Veröffentlichungen von McDermid oder Correll zurück. Die Darstellung in Form einer Pyramide hat zur Fehlinterpretation geführt, dass ein Bedürfnis zu 100 Prozent erfüllt sein muss, bevor das nächste entsteht.

Maslow selbst hat bereits 1943 widersprochen. Bedürfnisse einer höheren Ebene können selbstverständlich bereits früher entstehen. Dennoch verhält es sich mit den Grundbedürfnissen des Menschen wohl ähnlich wie mit der Moral. Frei nach Bertolt Brecht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“

Zudem hat Maslow die Bedürfnispyramide 1970, kurz vor seinem Tod, um die drei Stufen Transzendenz, ästhetische und kognitive Bedürfnisse erweitert. In der Version von 1970 umfasst die Maslow Pyramide somit acht anstelle fünf Stufen.

Erweiterte Bedürfnispyramide nach Maslow. Quelle: Fritz Führungskreise.
Erweiterte Bedürfnispyramide nach Maslow. Quelle: Fritz Führungskreise.

Kritik an der Maslow Pyramide

Neben der Darstellungsform als Pyramide, die eine Bedürfnishierarchie suggeriert – die nicht von Maslow verschuldet war – gibt es drei weitere Kritikpunkte an seiner Motivationstheorie:

  1. Fehlende Empirie: Maslow selbst hat seine Motivationstheorie niemals im Feld getestet. Zu seiner Ehrenrettung, damals verweigerten sich viele Psychologen der empirischen Forschung.
  2. Abstrakte Formulierung: Die Bedürfnisse sind so abstrakt formuliert, dass fast jedes Verhalten erklärbar ist. So ist das nun mal mit Modellen. The map is not the territory!
  3. Fehlende Bedürfnisse: Vielleicht habt ihr bemerkt das Bedürfnisse wie Leistung und Macht fehlen, die in der Motivationstheorie nach McClelland prominent vertreten sind.

Gerade was den letzten Kritikpunkt betrifft, lohnt sich in den nächsten beiden Kapiteln ein Vergleich mit weiteren Modellen zur Beschreibung und Klassifizierung von Bedürfnissen wie die Limbic Map von Häusel der SCARF nach Rock.

Maslow Bedürfnispyramide vs Limbic Map

Abraham Maslows Bedürfnispyramide ist das bekannteste Modell zur Klassifikation von Bedürfnissen, aber selbstverständlich nicht das Einzige. Hans-Georg Häusel startete mit der Limbic Map einen Frontalangriff, indem er behauptet die Maslow Pyramide sei falsch.

Basierend auf Erkenntnissen der Hirnforschung und weiteren Disziplinen legt Häusel den Fokus auf die drei primären Emotionssysteme Stimulanz, Dominanz und Balance. Diese können problemlos auf die Bedürfnispyramide nach Maslow referenziert werden. Jetzt kommt aber die für mich spannende Erweiterung:

Maslow Pyramide vs Limbic Map. Quelle: Häusel.
Maslow Pyramide vs Limbic Map. Quelle: Häusel.

Da die drei großen Emotionssysteme meist zugleich aktiv sind, gibt es Mischungen. Auf der Limbic Map werden diese Mischformen als Werte ausgewiesen. Die Mischung aus Dominanz und Stimulanz ergeben z.B. Abenteuer und Thrill. Balance und Dominanz im Doppelpack ergeben Disziplin und Kontrolle. Diese Mischungen lassen sich in einem Werteraum darstellen:

Liegt Maslow mit seiner Bedürfnis-Pyramide nun falsch? Jein! Die von Maslow aufgezeigten Bedürfnisse sind auch in Häusels Werteraum wieder zu finden. Allerdings erklärt die Limbic Map zum einen die Grundlage der Bedürfnisse durch die im menschlichen Hirn verbaute Hardware (Neurowissenschaften). Zum anderen lassen sich Mischformen unterschiedlicher Bedürfnisse auf diese Art einfacher und nachvollziehbarer darstellen.

Maslow Bedürfnispyramide vs SCARF

Ebenfalls den Neurowissenschaften zuzuordnen ist das SCARF Modell von David Rock. In Interviews und einer späteren Publikation mit führenden Neurowissenschaftlern hat er fünf Muster identifiziert, die zu hoher Leistung und Zufriedenheit führen. Diese fünf Merkmale hat er in dem englischen Akronym SCARF zusammengefasst: Status, Certainty, Autonomy, Relatedness und Fairness. Hier der dazu passende TED-Talk:

Dieses Akronym hat mir zu Themen wie Systemprinzipien, Selbstorganisation, Gamification und Shopfloor Board, wertvolle Erkenntnisse geliefert. Im Kern versuchen alle der genannten Ansätze ein Umfeld, einen Rahmen zu schaffen, indem Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können. Jeder Mensch ist nämlich von Haus aus intrinsisch motiviert seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Gabriel Schwanzer

„Aus der Praxis – für die Praxis. Durch die offene Kommunikation im Führungskreis Vertrieb, die vor allem durch die sehr professionelle Moderation ermöglicht wird, werden die von den Teilnehmern eingebrachten Themen engagiert  und lösungsorientiert bearbeitet. Impulsvorträge erweiterten den Horizont und eröffneten neue Möglichkeiten und Out- Of-The-Box-Denken. “

Gabriel Schwanzer
Director Business Unit Wind
Bachmann electronic GmbH

Grundbedürfnisse des Menschen im Quervergleich

Wenn wir die drei vorgestellten Modelle Maslow Pyramide, Limbic Map und SCARF vergleichen, finden wir beeindruckende Überschneidungen. Drei Wissenschaftlicher kommen beim Blick auf das Phänomen menschlicher Bedürfnisse zu sehr ähnlichen Erklärungen in Form von Modellen:

MaslowLimbicSCARF
Physiologische BedürfnisseSubmodule Schlaf, Nahrung, Sexualität/
SicherheitsbedürfnisseBalance = SicherheitCertainty
Soziale BedürfnisseBalance = Bindung, Familie, FreundschaftRelatedness
IndividualbedürfnisseDominanzStatus, Autonomy
SelbstverwirklichungStimulanzFairness
Grundbedürfnisse des Menschen im Quervergleich. Quelle: Fritz Führungskreise.

Die Bedürfnisse nach Maslow und späteren Arbeiten von Häusel und Rock liefern uns einen tiefgreifenden Einblick in die Funktionsweise des Menschen. Ein gefühlter Mangel, genannt Bedürfnis, ist immer wieder Triebfeder für unser Handeln.

Demgegenüber stehen Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Waren anbieten, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Natürlich hat der Sportwagenhersteller was mit Dominanz oder Status zu tun. Während der Lebensmittelhersteller Überlebens-Sicherheit bietet.

Nicht umsonst schreibt Precht: „Wir nehmen gezielt das wahr, was unserer aktuellen Aufgabe, unserem Ziel oder unseren Bedürfnissen entspricht.“ (Precht 2007, S. 92). Selbst Verhaltensanalysten bei FBI, CIA und Co verwenden dieselben Erkenntnisse, um Verbrechern auf die Spur zu kommen:

Top 5 Tipps für Führungskräfte

Basierend auf Abraham Maslows Bedürfnispyramide, aktuellen Erkenntnissen aus der Führungsforschung und meiner praktischen Erfahrung, gebe ich dir als Führungskraft 5 Tipps mit auf den Weg:

  1. Anerkennung der Grundbedürfnisse: Verstehe, dass der Lohn zwar Grundbedürfnisse indirekt erfüllen kann, aber nicht alle. Arbeit ist mehr als nur Geldverdienen. Achte darauf, dass die verschiedenen Grundbedürfnisse deiner Mitarbeiter anerkannt und berücksichtigt werden.
  2. Gestaltung eines förderlichen Arbeitsumfelds: Schaffe eine Arbeitsumgebung, in der Mitarbeiter ihre Defizitbedürfnisse erfüllen können. Dazu gehören sichere Arbeitsplätze, ergonomisch gestaltete Arbeitsbereiche, Teamarbeit und gegenseitige Wertschätzung.
  3. Förderung von Wachstumsbedürfnissen: Biete Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und persönlichen Entfaltung an. Durch Weiterbildungsangebote, Mentoring und die Möglichkeit zur Teilnahme an Projekten können Mitarbeiter ihre Wachstumsbedürfnisse erfüllen.
  4. Individuelle Führung: Beachte die Vielfalt der Bedürfnisse und passe deinen Führungsstil entsprechend an. Berücksichtige die individuellen Unterschiede in Persönlichkeit, Erfahrung und Lebensphase deiner Mitarbeiter, um deren Motivation und Engagement zu fördern.
  5. Regelmäßiges Feedback und offene Kommunikation: Sorge für eine offene und transparente Kommunikation. Höre aktiv zu und gib regelmäßig Feedback, um die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter zu verstehen und ihnen konkrete Möglichkeiten zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse aufzuzeigen.

Durch die Anwendung dieser Tipps, basierend auf der Maslowschen Bedürfnispyramide, schaffst du ein motivierendes Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeiter ihr Potenzial entfalten können. Fortlaufende Selbstreflexion über deinen Führungsstil ist dabei entscheidend.

Fazit – Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow

Die Maslowsche Bedürfnispyramide gibt dir neben dem Einblick in die menschliche Psyche, der nicht empirisch belegt ist, eine noch viel wichtigere Erkenntnis. Mit seinem Stufenmodell der Motivation (Bedürfnispyramide) etabliert Maslow ein sehr positives Menschenbild, welches bis anhin auf Triebe (Freud) und Reflexe (Behaviorismus) reduziert war. Maslow war der Ansicht, dass der Mensch als grundsätzlich gut angesehen werden muss, der nicht durch niedere Triebe, sondern ein angeborenes Wachstumspotential motiviert ist.

Dr. Patrick Fritz

Dr. Patrick Fritz

FAQ zur Bedürfnispyramide

Was ist die Bedürfnispyramide nach Maslow?

Die Bedürfnispyramide nach Maslow ist ein bekanntes Modell zur Klassifikation von menschlichen Grundbedürfnissen.

Welche Bedürfnisse werden in der Maslowschen Pyramide berücksichtigt?

Physiologische Bedürfnisse (z. B. Essen, Trinken), Sicherheitsbedürfnisse (z. B. Schutz, Gesetz), soziale Bedürfnisse (z. B. Liebe, Freundschaft), Individualbedürfnisse (z. B. Anerkennung, Macht) und Selbstverwirklichung (z. B. Altruismus, Gerechtigkeit).

Wie funktioniert die Maslowsche Bedürfnispyramide?

Die Befriedigung von Bedürfnissen auf einer niedrigeren Stufe hat Vorrang und erst wenn diese weitgehend erfüllt sind, streben Menschen nach der Befriedigung von Bedürfnissen auf höheren Stufen.

Was ist der Unterschied zwischen Defizitbedürfnissen und Wachstumsbedürfnissen?

Defizitbedürfnisse müssen befriedigt werden, um Mangelzustände zu überwinden. Wachstumsbedürfnissen können zu persönlichem Wachstum und Glück führen.

Gibt es Kritikpunkte an der Maslowschen Bedürfnispyramide?

a) Maslow hat seine Theorie nie empirisch überprüft.
b) Die Bedürfnisse sind so abstrakt formuliert, dass fast jedes Verhalten damit erklärt werden kann.
c) Einige Bedürfnisse wie Leistung und Macht werden in Maslows Modell nicht berücksichtigt.

Welche Erweiterungen hat Maslow später vorgenommen?

Kurz vor seinem Tod 1970 hat Maslow die Bedürfnispyramide um die drei Stufen Transzendenz, ästhetische und kognitive Bedürfnisse erweitert.

Welche anderen Modelle gibt es, die sich mit Bedürfnissen befassen?

Zwei Beispiele sind die Limbic Map von Hans-Georg Häusel und das SCARF-Modell von David Rock.

Wie kann die Maslowsche Bedürfnispyramide im Management angewendet werden?

Indem die Bedürfnisse der Mitarbeiter auf verschiedenen Stufen der Pyramide berücksichtigt werden, können Unternehmen ein Umfeld schaffen, das die Mitarbeiterzufriedenheit und -leistung steigert.

Welche Rolle spielt die Bedürfnispyramide nach Maslow in Werbung und Marketing?

Unternehmen können ihre Produkte so positionieren, dass sie auf unterschiedliche Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen.

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