Change Management Erfolgsfaktoren

Dieser Beitrag behandelt die wichtigsten Change Management Erfolgsfaktoren. Als Voraussetzung für erfolgreichen Wandel ist das Wissen um die Change Kurve oder Veränderungskurve unverzichtbar. Danach erfolgt Change innerhalb eines definierten Zeitfensters mit klarem Anfang und Ende. In diesem Zeitfenster durchlaufen Betroffene sieben emotionale Phasen. Beginnend mit Schock über die bevorstehende Veränderung bis hin zur Integration veränderter Verhaltensweisen. Führungskräfte und Mitarbeiter durchlaufen diese Phasen zeitversetzt. Darüber hinaus sind folgende Change Management Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen:FRITZ Change Management Erfolgsfaktoren

1. Notwendigkeit der Veränderung

Unternehmen müssen die Notwendigkeit zur Veränderung spüren. Dieses Spüren kann sich in zwei Dimensionen ausdrücken. Zum einen „Hin zu“, zum anderen „Weg von“. „Weg von“ ist die klassische Change-Philosophie, bei der ein Schreckensbild aufgebaut werden muss, um Veränderungsenergie freizusetzen. „Hin zu“ kann ein positives Zukunftsbild oder eine Vision darstellen, auf die man sich gemeinsam mit Freude zubewegen will.

2. Klare und akzeptierte Ziele

Besonders wichtig sind klare und akzeptierte Ziele für das Change-Projekt. Dabei ist folgende Randbedingung zu beachten. Menschen können nicht prinzipiell (von außen) geändert werden. D.h., Change-Projekte mit solchen oder ähnlichen Zielen sind im Vorhinein zum Scheitern verurteilt.

3. Vorbildwirkung

Change ist kein ausschließliches Thema der Mitarbeiter, sondern vor allem der Führungskräfte. Doch worin kann Vorbildwirkung ihren Ausdruck finden? Dabei sollte folgende Randbedingung beachtet werden. Ein kompletter Change ist nicht möglich. Das Verhalten von Führungskräften muss sich also nicht um 180 Grad drehen, um Vorbild zu sein. Das Neue kann nur eine Ergänzung des Bestehenden sein.

4. Mitarbeiterbeteiligung

Change ist kein ausschließliches Thema der Führungskräfte, sondern auch der Mitarbeiter. Mitarbeiter müssen aktiv am Change-Prozess teilhaben, sonst hat die ganze Aktion keinen Sinn. Dabei ist es wichtig zu beachten, das Neue ist nicht automatisch besser als das Alte. Bestehendes Verhalten muss gemeinsam gewürdigt werden, damit etwas Neues hinzugefügt werden kann.

5. Kontrolle

Neue Verhaltensweisen müssen verankert werden. Dazu muss ein funktionierender Feedback-Prozess zur Bewertung der (Zwischen-)Ergebnisse installiert werden. Werden die neuen Verhaltensweisen nicht gefestigt, besteht die Gefahr, dass Einzelne in ihre alten Verhaltensmuster zurückfallen. Damit droht das Change-Projekt schnell zu scheitern.

6. Projektorganisation

Um Change-Prozesse sinnvoll abgrenzen zu können, empfiehlt es sich, Change in Form eines Projektes umzusetzen. Mit einem Projekt können klare Ziele und Verantwortlichkeiten vereinbart werden. Zusätzlich sind Start und Ende in Projekten klar definiert. Endlos-Change-Prozesse können so verhindert werden.

Fazit: Change Management Erfolgsfaktoren

Die Berücksichtigung der Change-Kurve und den Change Management Erfolgsfaktoren sind keine Garantie für den Erfolg des nächsten Change-Projektes. Dennoch ist die Berücksichtigung der Erfolgsfaktoren ratsam, schließlich sind sie aus dem Scheitern vieler vorangegangener Change-Projekte entstanden.

Patrick FRITZ

Dr. Patrick Fritz

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